Contentmanagement

Die Inhalte zählen

Manchmal beginnen wir mit den Inhalten aus Broschüren und anderen Printmaterialien. Um sie für das Web tauglich zu machen, nennen wir die Inhalte fortan Content, schreiben einen Teaser (Einleitungstext), suchen dazu ein Foto und binden alles auf einer Übersichtsseite in einem tollen Contentmanagementsystem wie etwa First Spirit oder OpenText ein. Dazu kommt noch ein Kontaktformular. Vielleicht haben wir auch ein Video produziert, weil wir wissen, dass das Web gerne bewegte Bilder sieht. Dann binden wir noch den „I like Button“ von Facebook ein. Content ist Content, oder? Ist das immer noch so? Ja, das ist immer noch so.

Drei Stufen zum exzellentem Web-Content
Drei Entwicklungsstufen

Inhalte für das Web entwickeln sich meist über einen längeren Prozess zu erfolgreichem Content. Das war mit dem Medium Fernsehen anfangs nicht anders: Es wurden Texte aus dem Radio verlesen und Filme ähnelten Theaterstücken.

Um diesen Prozess zu veranschaulichen habe ich ihn in drei Stufen unterteilt, die Orientierung bieten. Jede Stufe weist auf grundlegende Qualitätsmerkmale hin und wie wir diese erkennen.

1. Basis

Zuerst gilt es die Inhalte für Menschen und Suchmaschinen sichtbar zu machen. Sie müssen auffindbar sein und sich konsistent in die Struktur einer Seite einbetten. Grundlegend ist auch, dass Metadaten gepflegt sind. Und keineswegs nur für Behinderte ist es wichtig, dass die Inhalte barriere-reduziert dargestellt werden.

2. Standard

Web-spezifische Inhalte haben vor allem ein Merkmal: Sie sind modular, kompakt und auf direkte Interaktion ausgerichtet. Der Nachteil: Durch diese Struktur zerfallen sie in Fragmente. Um dennoch den Zusammenhang wieder her zu stellen, ist es wichtig, zusammengehörige Inhalte durch ein kohärentes Design und Struktur wieder zu verknüpfen.

3. Exzellenz

Exzellenter Content beinhaltet alle Basis- und Standardmaßnahmen und nutzt sie, um sich dynamisch auf Zielgruppen aus zu richten. Die Inhalte reagieren auf den Nutzer und sein Anliegen. Personalisierte Inhalte schaffen eine tiefe Kundenbindung. Wichtig ist hierbei, dass Informationen, Botschaften und Emotionen an der richtigen Stelle, zur richtigen Zeit, in der richtigen Dichte präsentiert werden.

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